Transparenz bei den Strategien für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken (Artikel 3 EU Offenlegungsverordnung1)
Bei Yellowfin Asset Management identifizieren wir sukzessive im Rahmen unserer Bewertung von Wertpapieren tatsächliche oder potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken. Hierbei handelt es sich um Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, die tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können.
Diese Nachhaltigkeitsrisiken beziehen wir, neben anderen ökonomischen Chancen und Risiken, in die Anlageentscheidungsprozesse ein. Durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken können wir hieraus resultierende Verluste in der Geldanlage minimieren. Dies kann zu einem besseren Chance-Risiko-Verhältnis führen.
Im Rahmen unserer Portfolioallokation legen wir großen Wert auf eine diversifizierte Anlage. Wie auch andere unternehmensspezifische Risiken können die Nachhaltigkeitsrisiken durch eine breite Streuung deutlich reduziert werden.
Erwartete Auswirkung von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite der Finanzprodukte
Nachhaltigkeitsrisiken können sowohl zu einem kurzfristigen Wertverlust führen, als auch langfristige Auswirkungen auf den Wert einer Anlage haben. Ein kurzfristiger Wertverlust kann z.B. durch einen plötzlichen und unerwarteten Umweltschaden ausgelöst werden. Ein langfristiger Wertverlust kann z.B. auftreten, wenn ein Unternehmen aufgrund von Nachhaltigkeitsaspekten eine grundsätzliche Umorientierung bzw. Anpassung des Geschäftsmodells nicht rechtzeitig vornimmt. Darüber hinaus können auch Maßnahmen zur Vermeidung von Nachhaltigkeitsrisiken mit Kosten verbunden sein und sich nachteilig auf die Rendite auswirken.
Erklärung über die Berücksichtigung der wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (Art. 4 EU Offenlegungsverordnung)
Die Yellowfin Asset Management GmbH berücksichtigt nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren derzeit nicht.
Nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen können in allen Bereichen der ESG-Betrachtung auftreten. Im Rahmen unserer Analyse von Aktien, Renten identifizieren wir nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen und berücksichtigen diese, wenn sie ökonomisch relevant sind.
Da die Wirkung der ökologischen (Environment) und sozialen (Social) Faktoren sowie der nachhaltigen Unternehmensführung (Governance) von Branche zu Branche variieren, werden diese entsprechend der Relevanz gewichtet. Die Gewichtung erfolgt anhand der Branchenlogik von MSCI ESG Research. So ist zum Beispiel der CO2 Ausstoß in produzierenden Branchen höher als im Vergleich zu Finanzinstituten.
Es werden Nachhaltigkeitsauswirkungen anhand der definierten Ausschlusskriterien berücksichtigt, können jedoch derzeit nicht umfänglich für alle Nachhaltigkeitsindikatoren für nachteilige Auswirkungen ermittelt werden. Hierfür liegen die maßgeblichen Daten, die zur Feststellung und Gewichtung der nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen notwendig sind, im Markt noch nicht vollständig, im ausreichenden Umfang sowie in der erforderlichen Qualität vor. Yellowfin wird die Datenlage regelmäßig überprüfen und auf dieser Grundlage ggf. erneut über die Möglichkeit der Berücksichtigung von wichtigsten nachteiligen Auswirkungen der Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren im Rahmen interner Strategien entscheiden.
Ausschlusskriterien für alle Portfolios von Yellowfin Asset Management GmbH
Wir wenden auf alle Vermögensverwaltungsportfolios folgende Ausschlüsse bei Aktien und Renten an. Die Prüfung aller Ausschlusskriterien erfolgt anhand von ESG-Daten der Ratingagentur MSCI ESG Research. Von den Ausschlüssen ausgenommen sind passiv / passiv-enhanced Mandate, bei denen der Investor den expliziten Wunsch eines professionellen Tracking-Error-Managements im Bereich Aktien und Renten wünscht.
Unternehmen
MSCI ESG Rating < B (Skala: CCC bis AAA, dabei ist AAA die Bestbewertung).
Ausschlusskriterien wenden wir bei Unternehmen für kontroverse Geschäftsfelder und kontroverse Geschäftspraktiken an.
Kontroverse Geschäftsfelder
Nachfolgende Grenzwerte wurden gewählt, weil sonst Unternehmen wegen kleinster Umsatzanteile ausgeschlossen würden (z.B. Onlineversandhändler oder Streamingdienste mit auch pornographischen Filmen im Angebot).